„Sie müssen nicht alles glauben, was Sie denken.“

Nov 8, 2020

(Heinz Erhardt)

Herzinspiration November 2020

Liebe Wesen,
dieses Zitat verwende ich sehr gern in meiner Praxis, wenn Menschen sich in ihre Gedanken verstricken, was denn alles passieren könnte in einer schwierigen Lebens-Situation.
Der Verstand ist unser „Security“ – und nimmt zumeist das Schlimmste an. Gibt uns die „Worst-Case-Szenarien“, die meistens nicht eintreten müssen.

Dies ist gut das zu wissen, denn dann können wir mit ein paar tiefen Atemzügen wieder in die Stille gehen und die Gedanken tiefer und mit dem Herzen überprüfen. Fragen wir uns: Ist das wirklich so?

In der Stille gibt es vielleicht ganz andere Inspirationen oder Ruhe. Oder in einem Gespräch mit einem guten Freund, guter Freundin oder auch mit einer geschulten TherapeutIn.
Gern begleite ich Euch, wenn Ihr aus Eurem Gedankenkreisen nur schwer herauskommt und damit das Nervensystem „hochfahrt“. Auch die spagyrischen Solunate können wundervolle Begleiter sein.

„Jeder Mensch muß nach seiner Weise denken: Denn er findet auf seinem Weg immer ein Wahres oder eine Art von Wahrem, die ihm durchs Leben hilft.“ (Goethe)

„Ei, bin ich denn darum achtzig Jahre alt geworden, daß ich immer dasselbe denken soll? Ich strebe vielmehr, täglich etwas anderes, Neues zu denken, um nicht langweilig zu werden. Man muß sich immerfort verändern, erneuen, verjüngen, um nicht zu verstocken.“ (Goethe)

Einen neue Ausrichtung
Ich mag den englischen Begriff „Serendipity“. Er bedeutet so etwas wie „glückvolle Zufälle“. In 2016 gab es einen Ted-Talk mit einer Klangtherapeutin, den ich sehr inspirierend finde. Dieses Video findet Ihr weiter unten auf dieser Seite.

Wenn wir unsere Frequenz ausrichten darauf, dass es Möglichkeiten und „glückvolle Zufälle“ gibt, die wir noch nicht denken können, werden wir ruhiger und klarer und können evtl. Gelegenheiten sehen, die wir im „Panikmodus“ unseres Verstandes übersehen hätten. Das braucht Übung und Achtsamkeit. Je nach Temperament kann auch Leichtigkeit und Spiel dabei sein.

Ich übe das bei kleinen Lösungen wie z.B. der Parkplatzsuche in einer Haltung von spielerischer Neugier: „wo hat mir ‚das Universum‘ wohl heute einen Parkplatz reserviert?“. Das ist wirklich erstaunlich und erheiternd. Könnte das auch eine Haltung für größere Lösungen sein?

Welche Vision habt Ihr?
Wir leben gerade in einer herausfordernden Zeit, die jedoch auch Chancen bieten kann, wirklich einen Wandel in vielen Bereichen zu ermöglichen. Sei es Klima, Bildung, würde- und respektvoller Umgang der Menschen miteinander, unser eigener Umgang mit unserem Körper, Seele, Geist und vieles mehr. Dazu braucht es Visionen von jedem(r) Einzelnen, die wir dann austauschen und in kleinen Schritten angehen.

Lasst uns die Meinungen anderer respektieren und liebevoll & klar unsere Grenzen setzen. Hören wir einander zu, lernen immer besser „gewaltfrei“ zu kommunizieren (Marshall Rosenberg: „gewaltfreie Kommunikation“) und zu handeln.

Und wie der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser so schön sagt: wir sind eine Menschheitsfamilie. Achten wir nicht so sehr darauf, was die „Anderen“ oder auch wir selbst vermeintlich falsch machen und grenzen uns gegenseitig aus, sondern schauen wir, wo und mit wem wir uns unterstützen können und gemeinsam Lösungen finden.

Vielleicht kaufen wir doch nicht online, sondern regional. Vielleicht unterstützen wir – wenn möglich – die Menschen und Geschäfte, die wir gern in unserem Leben haben.
Was habt Ihr für Visionen, welche Ideen? Vielleicht ist jetzt Zeit dafür, diese zu entdecken?

Ich wünsche Euch eine Zeit voller kraftvoller Stille, Inspirationen, Visionen, Verbundenheit und glückvolle Zufälle voller Staunen.