CranioSacral Therapie

SomatoEmotionale Entspannung / Trauma-Arbeit

„Eine Energiemedizin“

Schon im Jahre 1999, in dem ich mit der CranioSacralen Therapie sowohl durch ein Buch als auch durch einen Vortrag in Berührung kam, war ich total fasziniert. Als ich dann im Jahr 2000 auf dem ersten Ausbildungs-Block zu dieser Therapie war, wusste ich: Dies ist mein Weg.

Was mich so fasziniert, ist der Kontakt zum „inneren Wissen“, „inneren Arzt“ des Klienten. Dies geschieht mit Hilfe des CranioSacral-Rhythmus‘, über Berührung, über feine, stille absichtslose Wahrnehmung, so daß ich jeden Menschen dort abholen kann, wo er/sie steht. Ein bekannter CranioSacral-Therapeut (Hugh Milne) nennt es „aus der Mitte des Herzens lauschen“.
Praktisch sieht das folgendermaßen aus:
Nach einem kurzen Vorgespräch legt sich der Klient angezogen mit dem Rücken auf die Behandlungsliege. Mit meinen Händen nehme ich – zumeist beginnend an den Füßen – Kontakt zum CranioSacral-Rhythmus auf und nehme absichtslos wahr. Ich fühle die Stärke des Rhythmus‘, seine Frequenz und spüre, was sich noch zeigen möchte. Die Berührungen in dieser Therapie sind zumeist sehr sanft.

Folgende Möglichkeiten eröffnen sich dann:

1. „Stille“ Behandlung
Ich fühle über den Körper, wobei Strukturen beginnen, sich zu „entwirren“, entspannen; nehme Blockierungen oder Fluß wahr, manchmal auch innere „Bilder“ oder Gefühle. Der Klient ist mit seiner Aufmerksamkeit bei meinen Händen bzw. bei seinem Körperbereich, der Berührung erfährt. Und er nimmt ebenso wahr: „hier liege ich ja schief, hier ist ein Schmerz, eine Entspannung, …“. Manchmal können auch Erinnerungen „aus den Zellen aufsteigen“. Z.B. hatte eine Klientin, als ich im Halsbereich arbeitete, eine Erinnerung an eine Mandeloperation, die sie als Kind erlebte und bei der die Betäubung nicht richtig gewirkt hatte. Es treten nicht Schmerzen auf, jedoch die Erinnerung an die Gefühle, wie Ängste oder Unverständnis, kommen wieder hoch. Manchmal fließen auch erlösende Tränen. Diese Klientin erzählte mir hinterher, dass sie sogar einen Blutgeschmack im Mund erlebte. So etwas bezeichnen wir in der CranioSacralTherapie als „Energiezyste“. Manuelle Eingriffe und Erinnerungen können sich in die Zellen prägen und eine energetische Blockierung darstellen, die sich dann als Verspannung, Schmerz o.ä. darstellt. Auch ist es möglich, das der Körper oder Körperteile anfangen, sich zu bewegen, um durch bestimmte Position eine Entspannung zu finden. Dieses unterstütze ich dann durch meine Arbeit.
Das ist jedoch nicht die Regel und muß auch nicht auftreten. Bei dieser Form findet hauptsächlich fühlen, entwirren, entspannen, wahrnehmen in Stille statt, wobei die meisten Klienten hinterher eine tiefe Entspannung, größere Beweglichkeit und ggf. Verringerung der Schmerzen bzw. Veränderung der Symptome beschreiben.

2. Behandlung „im Dialog
Manchmal werde ich auch zu Körperstellen geführt (durch Muskelzüge, CranioSacral-Rhythmus, kinesiologischen Test oder wahrnehmendes Fühlen), an dem eine Erinnerung oder ein Gefühl sitzt. Wenn ich fühle, dass dieser Punkt in „Widerstand“ geht bzw. von dem CranioSacral-Rhythmus ein Signal ausgeht oder es intuitiv erfühle, gehe ich in den verbalen Dialog mit dem Klienten. Ich begleite den Patienten darin, aufzudecken, was an dieser Stelle gespeichert sein könnte, stelle Fragen wie z. B.: „Wie fühlt sich der Bereich zwischen/unter meinen Händen an, was nehmen Sie dort wahr, welche Farbe hat dieses,“ etc., und – oft auch erstaunlich für den Klienten – finden dort vielfältige Wahrnehmungen statt. Manchmal steigen auch Erinnerungen aus der Vergangenheit, oft aus der Kindheit, oder besonders einschneidenden vergangenen Erlebnissen, auf. Nach meiner Erfahrung gibt es dort oft noch ein Unverständnis oder etwas, wo noch keine Vergebung -für sich selbst oder andere – stattgefunden hat. Manchmal handelt es sich auch um problematische Erlebnisse, dessen sich der Klient bewußt ist und auch glaubt, vergeben zu haben. Oftmals sitzen die Erinnerungen jedoch noch in den Zellen. Ich begleite den Klienten dann mit verschiedenen „Werkzeugen“ oder Ritualen intuitiv durch den Prozeß, so dass er/sie selbst die Lösung finden und die Erinnerung er-lösen/auf-lösen/transformieren kann. Manchmal bitte ich den Klienten auch zu schauen, ob eine hilfreiche Instanz bei der Auflösung bzw. Transformation dabei sein möchte. Das kann ein „innerer Arzt/Ärztin“, Engel, Krafttier, verstorbene geliebte Person, etc. sein. Dieses hört sich für einige vielleicht wundersam an, jedoch zeigt meine Erfahrung, dass aus diesen Helfern tiefe Weisheit spricht und den Klienten unterstützt, die Erinnerung zu „bereinigen“. Die Erinnerung bleibt immer bestehen, jedoch die emotionale Anhaftung darf sich teilweise oder ganz auflösen bzw. verwandeln.

Jede Behandlung ist immer wieder neu und spannend.

Es gibt verschiedene Gründe, um die CranioSacral Therapie zu wählen. Manche kommen wegen Problemen des Bewegungsapparates, Migräne, Kiefergelenksproblemen, Verspannungen, Erschöpfungszuständen, Lernproblemen; aber auch mit psychosomatischen Problemen, bei denen körperlich nichts nachzuweisen ist. Und ebenfalls, um emotionale Probleme zu klären, immer wiederkehrende Verhaltens- und Glaubensmuster zu erkennen und zu verwandeln. Oft führt es auch dazu, dass Menschen wieder eine bewusstere Wahrnehmung und Verständnis der körpereigenen Signale erreichen. Manche wählen diese Methode auch zur Begleitung ihres spirituellen Weges.
Für mich ist es ein wunderbares Geschenk, dass ich die Menschen mit dieser Methode auf ihrem Heilungsweg begleiten darf.

(Fotos: Die Behandelnde auf den Fotos bin tatsächlich ich – am Anfang meiner Tätigkeit vor 17 Jahren. Ein aktuelles Foto von mir findet Ihr auf „über mich“)

Was bedeutet 'CranioSacral'?

Cranio = Kopf
Sacral (abgeleitet von Os Sacrum) = Kreuzbein

Einige nennen es daher auch die Schädel-Kreuzbein-Therapie, was nicht ganz stimmt. Denn es wird am gesamten Körper gearbeitet und nicht nur am Schädel und am Kreuzbein.
Und hauptsächlich geht es um den Rhythmus vom Gehirnwasser und Rückenmarksflüssigkeit, auch Liquor genannt.

Im Gehirn gibt es vier Kammern (Ventrikel), durch das das Gehirnwasser in einem Rhythmus weiter in das Rückenmark strömt. Außerdem ist das Gehirn vom Gehirnwasser umgeben, das ebenfalls über die letzte Gehirnkammer in das Rückenmark strömt.

Der Rhythmus des Liquors ist überall am Körper fühlbar.
Diese Beschreibung ist eine stark vereinfachte Darstellung.

Auch die westliche Medizin spricht vom Os sacrum und damit vom ‘heiligen Bein’, ganz so, als wüßte auch sie, daß alle Entwicklung zum Heil und damit zum Heiligen hier unten in der Kreuzbeingegend beginnt. Daß das Heil mit einem voll entwickelten Bewußtseinspotential zu tun hat und dieses mit dem Kopf in Verbindung steht, ist ihr ebenso klar. Insofern kann man in der Entdeckung des CranioSacral-Rhythmus auch die Wiederentdeckung eines alten, lediglich im Westen in Vergessenheit geratenes Wissens sehen.

“Alles Leben ist Rhythmus” (R. Steiner)
“Alles Leben ist Tanz” (R. Alpert)
“Alles in diesem Universum ist Schwingung” (Aussage der Quantenphysiker)

… insofern braucht es nicht zu verwundern, daß auch das Nervensystem in einem eigenen Rhythmus, dem CranioSacral-Rhythmus, schwingt. Alles spricht dafür, daß dieser Rhythmus sogar der grundlegendste von allen ist. Er ist bereits beim Fötus vorhanden und bleibt beim Verlassen des Körpers, im Sterbeprozess, am längsten erhalten. So scheint es durchaus nicht übertrieben, hier mit dem gleichen Recht wie beim Herzrhythmus, vom Puls des Lebens zu sprechen.

Die Vielfalt der CranioSacral-Behandlung

Die CranioSacrale Therapie ist eine sanfte manuelle Methode zur Beurteilung und Behandlung des CranioSacralen Systems. Hierdurch werden die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers stimuliert, um somit das funktionelle Vermögen des zentralen Nervensystems zu steigern, die negativen Auswirkungen von Stress entschwinden zu lassen, den Widerstand gegen Krankheiten zu stärken und die Gesundheit zu unterstützen.

Behandelt wird am ganzen Körper, mit Schwerpunkt Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein. In der Regel entspricht die Berührung mit den Händen einem leichten Druck von etwa fünf Gramm (ein Zuckerwürfel = 2 g). Das CranioSacrale System umfaßt äußerlich die knöchernen Strukturen und innerlich unsere Hirn- und Rückenmarkshäute mit ihrer Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis). Der freie, uneingeschränkte Fluß des Liquors und die Bewegung der knöchernen Teile des CranioSacralen Systems reguliert zahlreiche lebenswichtige Körperfunktionen. Das Membransystem der Hirn- und Rückenmarkshäute ist maßgebend für Entwicklung, Wachstum und Funktionsfähigkeit des Gehirns und des Rückenmarks.

Die Liquorflüssigkeit schützt unser Hirn und unser Rückenmark, etwa bei einem Aufprall oder bei Verletzungen. Zudem nährt sie das Gehirn, das Rückenmark und die entlang der Wirbelsäule austretenden Nervenenden. Man vermutet, dass die Volumenschwankung der Hirnflüssigkeit die Schädelknochen bewegt und den CranioSacral-Rhythmus bewirkt, der durch den ganzen Körper pulsiert.
Durch die Behandlung können Einschränkungen und Blockaden im CranioSacralen System aufgehoben werden. Das zentrale Nervensystem des Körpers wird unterstützt, Selbstregulation, Selbstheilungskräfte und unsere Immunstärke werden gefördert.

Die CranioSacrale Therapie arbeitet zum einen auf der Körperebene: Im Laufe unseres Lebens lernen wir Muster und Glaubenssätze kennen, die sich im Geist und im Körper verankern. Wer diese Muster und Glaubenssätze aufdeckt und sich ‘umpolt’, bewirkt eine Veränderung im Geist. Die körperlichen Prägungen lösen sich oft jedoch nur zaghaft. Hier kann die CranioSacrale Therapie die Blockaden abbauen, die sich noch im Körper zeigen.

Aber auch Emotionen, wichtige Einsichten oder der Verlauf von Energien im eigenen Körper können während der Behandlung deutlich erfahren werden. Durch die breite Wirkungsweise werden oft im Verlauf von einigen Sitzungen verschiedene Beschwerden aufgelöst oder verringert.

Der Zweck einer craniosacralen Behandlung besteht nicht darin, eine Struktur zu korrigieren, sondern es geht darum, das Umfeld für die Veränderung bereitzustellen“. (Rollin E. Becker)

Wann kann CranioSacrale Therapie hilfreich sein?

Craniosacrale Körpertherapie ist eine integrierte, ganzheitliche Behandlungsmethode, die auf der Grundlage der Osteopathie entwickelt wurde. Eine Behandlung schließt den ganzen Körper, sowie das psychisch-seelische Befinden des Patienten in und mit seinem Körper ein und geht dann detailliert mit spezifischen manuellen Behandlungsmethoden auf Problembereiche ein, die auch somato-emotional bearbeitet werden. Dabei wird oft – meist gleichzeitig mit der Körperbehandlung – therapeutischer Dialog unter Einbeziehung imaginativer und hypnotischer Verfahren eingesetzt.

Rufen Sie mich gern an: 0461 9787802.

CranioSacrale Therapie kräftigt die körperliche Funktionsfähigkeit. Sie kann lindernde und ursächliche Wirkung haben.

„Wir müssen einerseits viel wissen, viel verstehen, wahrlich kundig sein, um die Botschaften des Körpers verstehen zu können, um in Resonanz mit ihnen gehen zu können, um sie einzuordnen und um auf sie eingehen zu können – und wir müssen uns andererseits erlauben, nicht zu wissen, unser ganzes Wissen zu vergessen, um wirklich rezeptiv zu sein, damit der Körper zu uns sprechen und der innere Behandlungsplan sich uns offenbaren kann.“ (Ramraj Ulrich Löwe zur Haltung der Therapeuten in der CranioSacralen Therapie)

Wissenschaftliches zur CranioSacral Therapie

John E. Upledger, ein Entwickler der CranioSacral Therapie, ist Arzt und hat vielfältige (schulmedizinische) Ausbildungen und hat während seiner Laufbahn wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt.

Hierzu finden Sie einen Auszug aus dem Buch „Im Dialog mit der Zelle“ von J. E. Upledger:

Erforschung von EEG-Mustern während der CranioSacral-Behandlung
Elmar Green, damals Leiter des Psychophysiologielabors an der Menninger Clinic and Hospital in Topeka in Kansas, hat die Frequenzen meiner eigenen (Anm.: J.Upledgers) Alpha-, Beta- und Thetawellen aufgezeichnet, während ich in seinem Labor Patienten mit CranioSacraler Therapie behandelte. Die meiste Zeit über dominierten die Alpha-Wellen und sprangen zwischen meiner rechten und linken Hirnhälfte hin und her. Stieß ich auf eine strukturelle Blockade, die ich anatomisch analysieren und korrigieren wollte, wurden in der linken Hemisphäre die Beta-Wellen dominant, während in der rechten Hemisphäre weiterhin die Alphawellen überwogen. Es schien, als würde ich mit der linken Hirnseite das Problem analytisch lösen, während ich mit meiner rechten Hirnhälfte einen individuellen Weg zur Korrektur des Problems schuf.
Dieses Gemisch zeigte sich während der gesamten Behandlung. Verschmolz ich einfach mit dem Patienten, um nach nicht strukturellen Mustern zu suchen, überwogen Thetawellen, während in der linken Hemisphäre immer auch Betawellen vorhanden blieben.“

CranioSacrale Therapie für Babys und Kleinkinder

„Der Zweck einer craniosacralen Behandlung besteht nicht darin, eine Struktur zu korrigieren, sondern es geht darum, das Umfeld für eine Veränderung bereitzustellen.“ (Rollin E. Becker)

Hier ein kleiner beeindruckender Film von einer Kinderbehandlung:

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Babys und Kleinkinder mit CranioSacraler Therapie zu behandeln stellt oft eine Herausforderung dar, da sie sich oft nicht einfach still auf den Behandlungstisch legen.
In einem „Cranio-Sacral-Seminar Säuglinge und Kinder“ (2008 und 2009) bei Joachim Lichtenberg habe ich gelernt, wie man liebevoll damit umgehen kann.

Joachim Lichtenberg behandelt zunächst die Eltern 5 – 7 Minuten vor. Zum einen erfahren dann die Eltern, mit welch leichter Berührung wir die Kinder anschließend berühren. Sie erleben dann am eigenen Körper, wie diese leichten Berührungen schon vieles bewegen können. Zum Anderen fällt es den Kindern leichter, sich vom Therapeuten berühren zu lassen, wenn sie es vorher bei den Eltern gesehen haben.
Weiter unten finden Sie einen Text, der den weiteren Behandlungsablauf beschreibt.

In einem 5tägigen Säuglings- und Kinder-Seminar Oktober 2009 bei Sarito Fuhrmann-Bailes habe ich weitere Einblicke und Fertigkeiten in der Arbeit mit Babys und Kleinkindern, sowie Kenntnisse zur Embryonalentwicklung, Schwangerschaft und Geburt erhalten.
Im Mai/Juni 2010 kam ein Kurs für „Traumalösung bei Babys und Kleinkindern“ hinzu.

Aufbauend auf dem Verständnis und den Fertigkeiten des Säuglings- und Kinderkurses erhielt ich in diesem Seminar Einblick und Anregungen für die Erforschung und Arbeitsweise mit prä-, peri-, und postnatalem Stress und Trauma bei Neugeborenen & Säuglingen.
Die einzigartige Geschichte eines jeden Babys zeigt sich in der Stimmung und dem Wohlergehen, den Zellen, dem Gewebe/Flüssigkeitsfeld und im Nervensystem. Sie zeigt sich auch direkt beim Schlafen, Stillen und Essen, in der gesamten weiteren Entwicklung, der Beziehung zu den Eltern und der Fähigkeit emotionalen und physischen Kontakt erleben zu können.
Ziel ist es, in der Therapie mit Empathie und Präsenz einen geschützten Raum zu bieten, in dem das Baby und die Eltern neue Erfahrungen machen können.

„Jede Verzerrung am Muskelskelettsystem des Neugeborenen kann langanhaltende Probleme bringen. Die Dysfunktionen direkt nach der Geburt zu erkennen und zu behandeln, ist eine der wichtigsten Phasen der präventiven Medizin“. (Viola Frymann)

In dem nachfolgenden Text sieht man, wie der Ablauf einer solchen Behandlungsstunde verlaufen kann: Vorbehandeln der Eltern/des Elternteils, Kontaktaufnahme zum Baby/Kleinkind, Erspüren der Möglichkeiten, das Kind/Baby in seinem Heilungsprozeß zu unerstützen.

Joachim Lichtenberg hat ein wundervolles Geleitwort zu Daniel Agustoni’s Buch „Cranio-Sacral-Therapie für Kinder“ geschrieben, das einen wundervollen Einblick in die Kinder- und Säuglingsarbeit gibt:

Als in der Mitte der Achtziger Jahre die ersten Craniosacraltherapiekurse in die Schweiz, nach Deutschland und Österreich kamen, war mit ‚Craniosacral Therapy‘ von John Upledger nur ein einziges Buch zur Methode erhältlich. Das Pendant dazu, ‚Osteopathy in the Cranial Field‘ von Harald I. Magoun hingegen, wurde damals nur an Osteopathen verkauft! In beiden Werken ist der Behandlung von Neugeborenen, Kleinkindern und älteren Kindern nur ein Kapitel gewidmet.

Was die praktische Umsetzung bei Kleinkindern betrifft, die sich nicht still hinlegen oder sogar schreien, gab es in der Fachliteratur wenig Hilfestellung. In Kursen wurde betont, dass – trotz des Schreiens – die Hände ruhig weiterbehandeln sollten und dass diese Lautäußerungen und das heftige Bewegen, die Korrekturen im Gewebe durchaus unterstützen würden.

’Was ist nun ein hilfreicher, lösender Griff und was wird eher zum Übergriff?‘ war für mich als Diplompsychologe und Körperpsychotherapeut damals die Frage. Die entsprechende Gratwanderung schien den erfahrenen und charisamatischen Ausbildern selbstverständlich zu gelingen. Für uns Schüler und Schülerinnen war diese Herausforderung anfänglich eine Überforderung. Und so war ‚learning by doing‘ angesagt – ein langsames Vorarbeiten vom Erwachsenen zum Heranwachsenden, vom Grundschulkind zum Kindergartenkind und vom Kleinkind zum Baby.

Vor zwanzig Jahren durfte ich als Übersetzer dabei sein, als mein Lehrer William Martin Allen, ein Schüler von Viola Frymann, den neugeborenen Sohn eines guten Freundes in meiner Praxis behandelte. Die heilsame Wirkung der Craniosacraltherapie war uns schon vertraut, aber der fast selige Umschwung in der Stimmung des Säuglings ergriff uns alle.

Anfang der neunziger Jahren begann ich selbst zu unterrichten. Bezüglich der Kinderbehandlung beschränkte ich mich auf die Weitergabe von Grundsätzen. Doch wenige Jahre später überredete mich eine Schülerin, die Behandlung von Kindern zu demonstrieren.
Es half auch, dass ‚La Thérapie cranio-sacrée chez l’Enfant‘ von Nicette Sergueef 1995 auf deutsch erschien, wodurch der Frymanns Ansatz auch einem breiteren Fachpublikum zugänglich gemacht wurde.

Die Zeit war reif und glücklicherweise durfte ich die geburtsbezogene Arbeit der Ärztin und Osteopathin Dr. Joelle-Aimée Kubisch kennenlernen und an einer dreijährigen Ausbildung William Emerson und Ray Castellino zur Therapie von vorgeburtlichen und geburtlichen Traumen teilnehmen.

Als die Nachfrage immer größer wurde, begann ich 1999 Kinderkurse mit jeweils vier Live-Demonstrationen zu geben. Und nachdem der Autor dieses Buches ein Jahr später anbot, diese für mich auch in Basel zu organisieren, kam es zu einer sehr erfreulichen Zusammenarbeit von uns beiden.

Um das Vertrauen des Kindes zu erarbeiten, ist es sinnvoll die Eltern kurz vorzubehandeln. Diese verstehen dann, dass mit sanfter, unscheinbarer Berührung, ein rascher Spannungsausgleich und ein tiefes Wohlgefühl möglich werden. Es gelingt ihnen danach auch viel leichter, entspannt und geduldig der Sitzung zu folgen.
Das osteopathische Ziel, einen Bewegungsverlust des Gewebes wieder in Beweglichkeit zu verwandeln, ist nachwievor gültig. Der herapeutische Umgang mit Säuglingen und anderen Kindern erfordert darüber hinaus eine besondere Art des Kommunizierens. Die anschaulichen und detailreichen Behandlungsbeispiele in diesem Buch regen zu einer produktiven Nachahmung an. Sie zeigen auch die Vorteile einer langsamen, achtsamen und behutsamen Begegnung auf, denn so kann eher wahrgenommen werden, wie Kinder über Blicke, Töne und Bewegungen, hre Bedürfnisse und Fähigkeiten mitteilen. Dies wiederum trägt wesentlich zu einer gemeinsamen, freiwilligen und damit gelingenden Arbeit bei.

Das Literaturverzeichnis dieses Buch belegt, dass der Mangel an ausführlicher Literatur zur Kinderbehandlung, in den letzten Jahren abgebaut wurde. Wie bei den anderen erfolgreichen Büchern von Daniel Agustoni zur Craniosacraltherapie, werden auch hier die Leserinnen und Leser die sorgfältige und fundierte Darstellung des Autors zu schätzen wissen. Es ist zudem sehr inspirierend mit welcher Klarheit wesentliche, aktuelle Entwicklungen in diesem Buch dargestellt werden:

  • das Verarbeiten von Schock- und Traumafolgen,
  • die Dreigliederung des Autonomen Nervensystems,
  • die Forschungen zur Resilienz als einem Wiedererlangen von Gesundheit,
  • die therapeutische Bedeutung von sogenannten Geburtsspielen
    und das Fördern einer liebevollen Bindung zwischen Kind und Eltern.

Wohltuend wird im Text erkennbar und spürbar, wie diese neuen Erkenntnisse produktiv mit der tatsächlichen, täglichen Praxis verbunden werden können.

Eine anregende Lektüre und ein beherztes Umsetzen wünscht Joachim Lichtenberg, Tübingen im Mai 2008″

ENGLISH: CranioSacral Therapy & SomatoEmotional Release

Sorry, the most of the text is a google-Translation …

„An Energy-Medicine“
Already in 1999, in which I came in contact with the CranioSacral Therapy (by a book and by lecture) I was totally fascinated. When I was in 2000 on the first training block to this therapy, I knew: this is my way. Which fascinates me in such a way, is the contact with the „inner wisdom“, „internal physician“ of the client. This takes place with the help of the CranioSacral rhythm ‚, through contact, over fine, quiet unintentional perception (no agenda), so that I can take each humans, where he/they is. A well-known CranioSacral-therapist (Hugh Milne) calls it „to listen from the center of the heart „.

Practical shows like this: After short preliminary talks the client puts attraction with the back to the treatment couch. With my hands I – mostly beginning at the feet – take up contact to the CranioSacral rhythm and notice unintentionally. I feel the strength of the rhythm ‚, its frequency and feel, what would like itself to show up. The contacts in this therapy are mostly very gentle.

The following possibilities open then. I feel over the body, whereby structures begin, „untangle myself“, ease; notice blockings or river, sometimes also internal „pictures“ or feelings. The client is with his attention with my hands and/or with its body region, the contact experiences. And it notices likewise: „here I lie inclined, here am a pain, a relaxation…“. Sometimes also memories can ascend „from the cells“. E.G. a client, when I worked within the neck range, had a memory of an tonsils operation, which experienced her as a child and had not worked with the anaesthesia correctly. Not pain, however the memory of the feelings, like fears or lack of understanding, arises comes up again. Sometimes tears also releasing flow. This client told me afterwards that she experienced even a blood taste in the mouth.

We call such a thing in the CranioSacralTherapie „energy-cyst“. Manual interferences and memories can be impressed into the cells and represented an energetic blocking, which presents itself then as spanning, pain or the like. Also it possible, which the body or parts of the body begins to move, is to be found in order by certain position a relaxation.

I support this by my work. That isn’t the rule and must arise. With this form finds feels main, untangles, eases, notices in silence instead of, whereby most clients describe afterwards a deep relaxation, a larger mobility and if necessary decrease of the pain and/or change of the symptoms. Sometimes I am led also to body places (by muscle courses, CranioSacral rhythm, kinesiology test or perceptive feeling), at which a memory or a feeling sits. If I feel that this point goes into „resistance“ and/or a signal goes out from the CranioSacral rhythm or it intuitively feel, I go into the verbal dialogue with the client.

I accompany the patient to uncover what could be stored here, place questions e.g.: „as the range feels means between/under hands on, what you notice there, which color has this,“ etc., and – often also amazingly for the client – various perceptions take place. Sometimes also memories ascend from the past, often from the childhood, or particularly drastic past experiences. After my experience there is often still another lack of understanding or something, where still no assigning for itself or others – took place. Sometimes it concerns also problematic experiences, whose the client is conscious and also believes, to have assigned itself. Often the memories still sit in the cells. I accompany the client then intuitive with different „tools“ or rituals by the process, so that he/they can find the solution and release/dissolve/transform this memory. Sometimes I ask the client if a helpful instance would like to be with the dissolution and/or transformation thereby. That can be „internal physician/inner healer“, angel, force animal, the deceased loved person, etc.. This sounds for some people wondrously, however my experience shows that from these aids deep wisdom speaks and the client supported, who „settles“ memory. The memory remains existing always, however emotional adhering may partly or completely dissolve and/or transform. Each treatment is again and again new and excitingly.

There are different reasons, in order to select the CranioSacral therapy. Some come because of problems of the movement apparatus, migraine, TMJ-problems, hardening, exhaustion conditions „burn-out“, learning problems; in addition, with psycho-somatic problems, for physically nothing can be proven. And likewise, in order to clarify emotional problems to recognize and transform always recurring behavior and faith samples. Often it leads also to the fact that humans achieve again a concious perception and understanding of the body-own signals. Some select this method also for the company of their mirror-image-ritual way. For me it is a marvelous gift that I may accompany humans with this method on their healing way.

Biodynamische CranioSacral Therapie - Atem des Lebens

Bei der biodynamischen CranioSacral-Therapie geht es darum, still zu werden. Der Therapeut kommt zunächst bei sich an und begibt sich in eine Stille, so dass auch der Patient und das Nervensystem des Patienten davon berührt werden. In dieser Stille lauscht der Therapeut, was der Körper des Patienten ihm „anbietet“, was für eine heilende Bewegung stattfinden möchte.
„In der Stille findet man die Selbstheilungskraft der Potenz (Potency) und es wird eine Stärke aufgebaut, um über den Widerstand zu gelangen und das Muster erfolgreich zu lösen.“ (Michael Shea)

In diesem Video gibt Michael Kern eine Erläuterung zur biodynamischen Cranio-Sacral-Therapie (in Englisch):

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„Der Zweck einer craniosacralen Behandlung besteht nicht darin, eine Struktur zu korrigieren, sondern es geht darum, das Umfeld für eine Veränderung bereitzustellen.“ (Rollin E. Becker)

Viszerale CranioSacral-Therapie: "Den Organen lauschen"

In der viszeralen Behandlung geht es darum, die innere Kraft der Organe zu stärken und ihre Beweglichkeit, Funktion und Vitalität zu verbessern. Ich nehme über Berührung des Körpers Kontakt zu den inneren Organen auf, spüre die verschiedenen Gewebeschichten und die Eigenbewegung, die jedes Organ hat. Wenn es sich stimmig anfühlt, biete ich dem Patienten an, die Bewegung des jeweiligen Organs mitzuverfolgen und ggf. in einen Dialog mit dem Organ zu gehen. Zumeist ist es jedoch ein feines Lauschen auf die minimalen Bewegungen. Durch dieses Lauschen, sanfte Korrekturen und begleiten und verstärken der Organbewegung können die Organe wieder in eine größere Eigenbeweglichkeit kommen und mehr Vitalität erhalten.

Die Leber zum Beispiel ist ein sehr „flüssiges“ Organ, dass durch verschiedene Gründe unbeweglicher und fester werden kann und dadurch seine umfassende Arbeit nicht mehr im vollen Umfang ausführen kann. Auch die Nieren sind häufig sehr „dankbar“, wenn sie ihrer Bewegung wieder freier nachkommen können. Die rechte Niere ist in einem „Tanz“ mit der Leber, da die beiden in Ihrer Bewegung aneinander vorbei gleiten.

Wenn die Organe wieder besser in ihre Eigenbeweglichkeit kommen, kann dies auch Auswirkungen haben auf das gesamte Nervensystem und die Flüssigkeiten im Körper (Liquor, Blut, Lymphe), sowie den Hormonhaushalt, das Immunsystem und ebenso die Psyche.Die Behandlung der Organe ist häufig in eine CranioSacral-Behandlung eingebettet, kann jedoch auch gezielt erfolgen. Auch hier schaue ich den Menschen in seiner Ganzheit an und folge nicht nur den Symptomen.